Probengewinnung - Haar

Die Entnahme einer Haarprobe für die Untersuchung auf Drogen, Medikamentenwirkstoffe oder Alkoholmarker (Ethylglucuronid, EtG) stellt zwar keinen medizinischen Eingriff dar, sollte aber dennoch von geschultem Fachpersonal nach entsprechenden Richtlinien vorgenommen werden, um Fehler bei der Untersuchung, Befunderstellung bzw. bei der Befund-Interpretation zu vermeiden.

Bei langen Haaren werden einzelne Strähnen mit einem Faden zu einem Bündel zusammengebunden und dann direkt über der Kopfhaut abgeschnitten. Kurze Haare greift man bündelweise, schneidet sie ebenfalls direkt über der Kopfhaut ab und legt sie dann geordnet (Wurzel zu Wurzel, Spitze zu Spitze) in einer gefalteten Aluminiumfolie zusammen ab. Die Kennzeichnung (Wurzel/Spitze) sollte mit einem Stift auf der Folie erfolgen. Die Haare nie mit Klebeband o. ä. fixieren, sondern stets lose geordnet in der Folie ablegen und einwickeln. Für die forensische Diagnostik ist die Entnahme einer B-Probe (Rückstellprobe) erforderlich. Besonders wichtig für die Haaranalyse ist neben den Angaben zur Haarkosmetik (Färben, Bleichen, Haarspray u. a.) und den aufgenommenen Substanzen die Festlegung der zu untersuchenden Haarlänge. Die Länge des Untersuchungsabschnittes entspricht bei einem Haarwachstum von ca. 1 cm pro Monat (menschliche Kopfhaare) dem zurückliegenden Zeitraum, für welchen man eine Drogenabstinenz oder einen Drogenkonsum nachweisen möchte (6 cm Haar entspr. ca. 6 Monaten). Körperhaare sollten alternativ zu Kopfhaaren nur in besonderen Ausnahmefällen untersucht werden, da diese ein anderes (langsameres) Wachstumsverhalten aufweisen und dementsprechend lange Drogenwirkstoffe oder Alkoholmarker einspeichern können.

Anleitung zur Gewinnung einer Haarprobe (PDF)

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Neben dem Versand von Proben auf dem Postweg ist in vielen Gebieten Deutschlands auch die Abholung des Untersuchungsmaterials durch unseren Logistikpartner labcar-owl GmbH möglich.

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