Drogentests - Urin

Die Durchführung eines Drogen-Screenings im Urin ist die am weitesten verbreitete Untersuchungsmethode. Im Urin lassen sich alle Drogenwirkstoffe bzw. deren Abbauprodukte in Abhängigkeit von der Art des aufgenommenen Wirkstoffes, der Dosis, der Konsumform (Rauchen, Schnupfen, Spritzen) sowie von der Häufigkeit des Drogenkonsums mehrere Tage bis zu einer Woche lang nachweisen. In besonderen Fällen (chronischer Cannabis- oder Benzodiazepin-Missbrauch) können die Substanzen noch mehrere Wochen nach Abstinenzbeginn im Urin nachweisbar bleiben. Zur Abstinenz- und Verlaufskontrolle in der Drogentherapie werden die Probanden überraschend zur Urinkontrolle einbestellt und geben dann unter direkter Sichtkontrolle die Urinprobe ab, um Manipulationsmöglichkeiten oder Vertauschung auszuschließen.

Je nach Fragestellung bieten sich im Urin Untersuchungen auf die folgenden Substanzen bzw. Substanzklassen an:

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Abstinenzbeleg (z. B. für MPU)

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Erfolgte der Verlust der Fahrerlaubnis auf Grund eines Vorfalls wegen Alkohol oder Drogen am Steuer, wird den Probanden vor der eigentlichen Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) regelmäßig die Erbringung eines Alkohol- bzw. Drogenabstinenz-Nachweises auferlegt.

Haar

Haar

Die Untersuchung von Haarproben auf Drogenwirkstoffe hat sich in den letzten Jahren verstärkt durchgesetzt. Während des ständigen Haarwachstums (ca. 1 cm pro Monat beim menschlichen Kopfhaar) werden die in der Zwischenzeit aufgenommenen Drogenwirkstoffe und deren Abbauprodukte mit in die Haarmatrix eingebaut und dort gespeichert.

Speichel

Speichel

Die Untersuchung von Speichelproben auf Drogenwirkstoffe stellt eine recht moderne Alternative zur Untersuchung von Blutproben dar. Besonders bei Untersuchungen am Arbeitsplatz kann hier ohne medizinischen Eingriff eine Probe gewonnen werden, um eine momentane Drogenbeeinflussung des Probanden zu überprüfen.

Blut/Serum

Blut/Serum

Toxikologische Untersuchungen im Blut, Blutserum oder Blutplasma werden vorrangig dann vorgenommen, wenn es um die Einschätzung der akuten Beeinflussung eines Probanden durch einen bestimmten Wirkstoff geht.

Kapillar Blut (DBS)

Kapillar Blut (DBS)

Die weit verbreitete Anwendung von getrocknetem Blut beim Neonatalscreening auf Stoffwechselerkrankungen in den letzten Jahrzehnten hat die Einsatzmöglichkeit dieses Probenmaterials überzeugend unter Beweis gestellt. Zunehmend wird auch die Tauglichkeit von DBS bei Drogenuntersuchungen, bei Dopingkontrollen als auch beim therapeutischen Drug Monitoring geprüft.

Mekonium

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Der Konsum von Drogen auch während der Schwangerschaft hat in den letzten Jahren zugenommen. Er stellt eine ernste Gefahr für die normale Entwicklung der Feten dar.

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