Blutuntersuchungen auf Alkohol/CDT

 

Alkohol

Die Untersuchung einer Blutprobe auf ihren Alkoholgehalt spielt besonders für Straßenverkehrsdelikte eine bedeutende Rolle. Aber auch für Trunkenheit am Arbeitsplatz kann die Bestimmung der Blutalkoholkonzentration (BAK) von Bedeutung sein. Die in unserem Haus ermittelten Messwerte für den Blutalkohol (Angabe in Promille, ‰) werden entsprechend den strengen Richtlinien der forensischen Toxikologie erhoben und sind somit uneingeschränkt gerichtlich verwertbar. Insgesamt werden in unserem Labor jährlich mehrere tausend Blutproben auf ihre Alkoholkonzentration untersucht. Für straßenverkehrsrechtliche und andere strafrechtliche Fragestellungen sind seitens des Gesetzgebers bestimmte Grenzwerte für den Blutalkoholgehalt festgelegt worden. So liegt die Grenze für die absolute Fahruntüchtigkeit bei 1,1 ‰, oberhalb von 1,6 ‰ wird dem Kraftfahrer (oder Fahrradfahrer!) der Führerschein entzogen, welcher anschließend nur nach erfolgreich bestandener MPU wiedererteilt werden kann.

CDT

Das sogenannte carbohydrate-deficient transferrin (CDT) stellt eine Sonderform des im menschlichen Körper vorhandenen Proteins Transferrin dar. Bei erhöhten Aufnahmemengen von Alkohol über einen längeren Zeitraum hinweg kommt es zu einem Anstieg der CDT-Konzentration im Blut. Zwei bis drei Wochen nach der Reduzierung der aufgenommenen Alkoholmengen bzw. nach Abstinenzbeginn normalisiert sich der CDT-Wert wieder.

Auch wenn es sich beim Nachweis von CDT im Serum um den besten Kurzzeitmarker für erhöhten Alkoholkonsum handelt, welcher der Untersuchung von Blutproben auf andere Parameter wie Leberwerte oder dem MCV-Wert vorzuziehen ist, ist die Bestimmung des CDT-Wertes im Blutserum keine ausreichende Untersuchung zur Alkohol-Abstinenzkontrolle. Für den Nachweis der Alkoholabstinenz ist die Untersuchung von Urin- oder Haarproben auf Ethylglucuronid (EtG) erforderlich. Um eine exakte analytische Aussage treffen zu können, werden die einzelnen Transferrin-Fraktionen im Blut in unserem Labor mittels chromatographischem Verfahren (HPLC) bestimmt.

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Abstinenzbelege (z.B. für MPU)

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Erfolgte der Verlust der Fahrerlaubnis auf Grund eines Vorfalls wegen Alkohol oder Drogen am Steuer, wird den Probanden vor der eigentlichen Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) in der Regel die Erbringung eines Alkohol- bzw. Drogenabstinenz-Nachweises auferlegt.

Ethylglucuronid im Haar

Ethylglucuronid im Haar

Das aus dem getrunkenen Alkohol in der Leber gebildete Abbauprodukt Ethylglucuronid (EtG) wird hauptsächlich über den Urin ausgeschieden. Zu geringen Anteilen lagert sich EtG aber auch in die Haarstruktur ein. Eine gewonnene Haarprobe kann dann auf EtG untersucht werden.

Ethylglucuronid im Urin

Ethylglucuronid im Urin

Ethylglucuronid wird in der Leber zu geringem Anteil aus dem getrunkenen Alkohol gebildet und dann nach und nach über den Urin ausgeschieden. In Abhängigkeit von der getrunkenen Alkoholmenge kann dann das Ethylglucuronid (EtG) 12 bis 48 Stunden im Urin nachgewiesen werden.

Bundesweite ADM-Testungen

Bundesweite ADM-Testungen

In sicherheitsrelevanten Bereichen erfolgen zunehmend verdachtsunabhängige Untersuchungen auf Alkohol und Drogen in Form von Stichproben am Arbeitsplatz. Als forensisch akkreditiertes Labor führen wir bundesweit solche ADM-Testungen (Alkohol – Drogen – Medikamenten-Untersuchungen) am Arbeitsplatz durch.

ILAC-MRA
DAKKS
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