Statistische Auswertungen

Die Abteilung für Klinische und Forensische Toxikologie des Labors Krone wertet jährlich die Ergebnisse der von ihr durchgeführten Drogenuntersuchungen im Kontext der Fahreignungsdiagnostik (MPU) aus. Nachfolgend finden Sie Übersichten zu den jeweiligen Anteilen positiver Befundergebnisse – nach Bestätigung mittels GC-MS, GC-MS/MS oder LC-MS/MS – an der Gesamtheit der untersuchten Proben, getrennt für Urin und Haar. Die Gruppe der Amphetaminderivate wurde zudem gesondert aufgeschlüsselt.

Zusammenfassend lassen sich die nachfolgenden Beobachtungen ableiten:

  • Zwischen 2011 und 2016 hat sich der prozentuale Anteil positiver Amphetamin/Designer-Amphetamine, Methadon und Benzodiazepin-Ergebnisse im Urin nicht signifikant verändert. Auffällig ist der Anstieg der Positivrate für Cocain und der Rückgang der Opiate in 2016. Es bleibt abzuwarten, ob diese Trends sich in den kommenden Jahren bestätigen.
  • Bei der Aufschlüsselung der Gruppe der Amphetamine in Amphetamin, Methamphetamin, MDA und MDMA im Urin ist eine signifikante Änderung nicht zu erkennen.
  • Bei den Haaruntersuchungen der MPU-Probanden hat sich die rückläufige Tendenz für Cannabis und Cocain in 2015 nicht bestätigt. Die Opiate und Methadon werden in 2016 seltener nachgewiesen als in den Jahren davor. Die Positivrate der Benzodiazepine dagegen steigt deutlich an.
  • Im Gegensatz zu den Ergebnissen im Urin ist bei der Differenzierung der Amphetamine im Haar ein Anstieg von Amphetamin, MDA und MDMA zu verzeichnen. Methamphetamin dagegen bleibt im Vergleich zu den Vorjahren unverändert.
  • Wie in der Vergangenheit geht aus der Auswertung hervor, dass der Anteil positiver Ergebnisse für Amphetamine, Cannabis/THC, Cocain/Benzoylecgonin, Opiate und Methadon im Haar prozentual höher ist als im Urin.
  • Das Gleiche gilt für den Prozentsatz positiver Ethylglucuronid-Ergebnisse (Marker des Alkoholkonsums), der im Haar ebenfalls deutlich höher ist als im Urin .
  • Dargestellt sind nur positive Ergebnisse von Bestätigungsanalysen mit GC-MS, GC-MS/MS oder LC-MS/MS.

 

Drogen im Urin

Drogen im Urin

Eine Auswertung von Ergebnissen der Drogenanalytik im Urin bei Abstinenzkontrollen im Rahmen der Fahreignungsdiagnostik (MPU).

Amphetamine im Urin

Amphetamine im Urin

Eine Auswertung von Ergebnissen der chromatographischen Amphetamindifferenzierung im Urin bei Abstinenzkontrollen im Rahmen der Fahreignungsdiagnostik (MPU).

EtG im Urin

EtG im Urin

Eine Auswertung von Ergebnissen der Urinuntersuchungen auf EtG bei Abstinenzkontrollen im Rahmen der Fahreignungsdiagnostik (MPU).

Drogen im Haar

Drogen im Haar

Eine Auswertung von Ergebnissen der Drogenanalytik im Haar bei Abstinenzbelegen im Rahmen der Fahreignungsdiagnostik (MPU).

Amphetamine im Haar

Amphetamine im Haar

Eine Auswertung von Ergebnissen der chromatographischen Amphetamindifferenzierung im Haar bei Abstinenzbelegen im Rahmen der Fahreignungsdiagnostik (MPU).

EtG im Haar

EtG im Haar

Eine Auswertung von Ergebnissen der Haaruntersuchungen auf EtG bei Abstinenzbelegen im Rahmen der Fahreignungsdiagnostik (MPU).

Zusammenfassend lassen sich die nachfolgenden Beobachtungen ableiten:

  • Zwischen 2011 und 2016 hat sich der prozentuale Anteil positiver Amphetamin/Designer-Amphetamine, Methadon und Benzodiazepin-Ergebnisse im Urin nicht signifikant verändert. Auffällig ist der Anstieg der Positivrate für Cocain und der Rückgang der Opiate in 2016. Es bleibt abzuwarten, ob diese Trends sich in den kommenden Jahren bestätigen werden.
  • Bei der Aufschlüsselung der Gruppe der Amphetamine in Amphetamin, Methamphetamin, MDA und MDMA im Urin ist eine signifikante Änderung nicht zu erkennen.
  • Bei den Haaruntersuchungen der MPU-Probanden hat sich die rückläufige Tendenz für Cannabis und Cocain in 2015 nicht bestätigt. Die Opiate und Methadon werden in 2016 seltener nachgewiesen als in den Jahren davor. Die Positivrate der Benzodiazepine dagegen steigt deutlich an.
  • Im Gegensatz zu den Ergebnissen im Urin ist bei der Differenzierung der Amphetamine im Haar ein Anstieg von Amphetamin, MDA und MDMA zu verzeichnen. Methamphetamin dagegen bleibt im Vergleich zu den Vorjahren unverändert.
  • Wie in der Vergangenheit geht aus der Auswertung hervor, dass der Anteil positiver Ergebnisse für Amphetamine, Cannabis/THC, Cocain/Benzoylecgonin, Opiate und Methadon im Haar prozentual höher ist als im Urin.
  • Das Gleiche gilt für den Prozentsatz positiver Ethylglucuronid-Ergebnisse (Marker des Alkoholkonsums), der im Haar ebenfalls deutlich höher ist als im Urin .

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