Häufig gestellte Fragen


Wie sollen Urin- und Blutproben bis zum Transport zum Labor gelagert werden?
Generell können Urin- und Blutproben im Kühlschrank bei 4°C aufbewahrt werden. Für eine Cocain-Bestimmung im Blut ist zur Stabilisierung der Probe ein Zusatz von Fluorid erforderlich.

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Wie lange werden die Proben im Labor aufbewahrt?
Die Aufbewahrungszeiten in unserem Partnerlabor Krone sind:
Klinische Urinproben:        1 Woche
Urinproben für MPU:          18 Monate
Haarproben für MPU:         18 Monate
Forensische Urinproben:    2 Jahre
Forensische Blutproben:    2 Jahre

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Was ist die Kontrollkette (Chain of Custody)?
Es handelt sich um die lückenlose Dokumentation des Probenweges von der Probengewinnung über den Probentransport bis zur Probenlagerung nach erfolgter Analytik.

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Was bedeutet Cut-off-Wert?
Der Cut-off-Wert ist die Konzentration, oberhalb derer ein Analysenergebnis als positiv und unterhalb derer als negativ anzusehen ist. Der Cut-off-Wert liegt generell deutlich über der Nachweisgrenze! Zum Beispiel ist der Cut-off-Wert für Cannabis im Urin 10 µg/L. Das bedeutet, dass alle Werte unterhalb von 10 µg/L als negativ einzustufen sind. Die analytische Nachweisgrenze von Cannabis mit Immunoassay oder GC-MS liegt jedoch niedriger. So ist eine eindeutige gemessene Cannabiskonzentration von 5 µg/L als negativ zu betrachten. Eine Begründung dafür ist, dass vermieden werden soll, dass eine niedrige Cannabiskonzentration bedingt durch Passivrauchen zu einem positiven Ergebnis im Drogenscreening führt.

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Wie lange dauert eine Haaruntersuchung?
Bei negativen Ergebnissen im Suchtest liegt der Befund nach 2-5 Arbeitstagen vor. Bei positiven Ergebnissen im Suchtest sind für die anschließende chromatographische Bestätigung (GC-MS bzw. LC-MS/MS) ca. 2-5 Arbeitstage erforderlich.

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Können die Ergebnisse der Haaruntersuchungen durch vorherige Haarbehandlung verfälscht werden?
Durch Haarbehandlungen wie Tönen oder Bleichen kann es zu einer Verringerung von Substanzkonzentrationen in den Haaren kommen.

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Welche Laborverfahren stehen für den Nachweis eines Alkoholmissbrauchs zur Verfügung?
Neben den unspezifischen Erhöhungen der Leberwerte yGT, GOT, GPT und des MCV-Wertes im kleinen Blutbild können folgende Untersuchungen durchgeführt werden: CDT (Carbohydrate-deficient transferrin) ist generell ein guter Marker für erhöhten Alkoholkonsum insbesondere wenn die Bestimmung mit HPLC erfolgt. So ist z. B. der Nachweis der Asialotransferrinfraktion ein zuverlässiges Indiz einer regelmäßigen Alkoholeinnahme. Nachteil der Bestimmung ist, dass ein genetischer Polymorphismus z. T. für die Variabilität der CDT-Konzentration verantwortlich ist. Ergebnisse der kostengünstigen immunologischen CDT-Bestimmungen können nur zur Orientierung dienen, und erhöhte Werte sollten mit HPLC überprüft werden.

Ethylglucuronid (EtG) im Urin ist ein sehr sicherer Marker des Alkoholkonsums. Das erklärt sich durch die Tatsache, dass Ethylglucuronid ein direktes Abbauprodukt von Alkohol ist und ein hoch spezifischer Nachweis mit GC-MS möglich ist.

Ethylglucuronid im Haar ist ein Langzeitmarker des Alkoholkonsums, der neue Maßstäbe bei der Aufdeckung eines chronischen Alkoholmißbrauchs setzt. Der Nachweis ist analytisch sehr zuverlässig und quasi beweisend für Alkoholkonsum, wobei aufgrund der gefundenen Konzentration von Ethylglucuronid in den Haaren zwischen moderater und exzessiver Alkoholeinnahme unterschieden werden kann. Ein fehlender Nachweis spricht für Alkoholabstinenz oder sehr geringen Konsum.

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Der Bereich der klinischen Toxikologie umfasst die Untersuchung von Parametern, welche für das Wohl und die Gesundheit der Probanden bzw. Patienten von großer Bedeutung sind.

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Jedes Jahr wertet die Abteilung für Klinische und Forensische Toxikologie des Labors Krone die Ergebnisse der von ihr durchgeführten Untersuchungen im Bereich der Abstinenzbelege für die Fahreignungsbeurteilung (MPU) aus.

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Als forensisch akkreditiertes Labor bieten wir in Kooperation mit den jeweiligen Ärztekammern Fortbildungsseminare für Ärztinnen und Ärzte nach dem Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin gemäß CTU 2 zur 3. Auflage „Urteilsbildung in der Fahreignungsbegutachtung – Beurteilungskriterien“ an.

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